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Verrückt? Na und!: Seelisch fit in der Schule

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Ein Präventionsprogramm zur psychischen Gesundheit für Schüler und ihre Lehrkräfte ab Klasse 8 in Nordrhein-Westfalen
Am 09.10.2017 kamen Akteure aus 20 beteiligten Städten und Kreisen in NRW im Rahmen des 2. Landesnetzwerktreffens zum Präventionsprogramm „Verrückt? Na und! – Seelisch fit in Schule und Ausbildung“ in Mülheim im Caritaszentrum St. Raphael zusammen.
 „Verrückt? Na und!“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler  im Alter von 14 bis 20 Jahren und ihre Lehrkräfte. Ziel ist es, Bewusstsein für eine frühzeitige Auseinandersetzung mit psychischer Gesundheit zu schaffen. Das bedeutet: Ängste und Vorurteile abzubauen, Zuversicht und Lösungswege in Krisen zu vermitteln und Wohlbefinden zu fördern.
Nicole Meyer, Caritas Mülheim – Sozialdienste, in deren Räumen die Veranstaltung stattfand: „Wir als Experten für seelische Gesundheit machen bei ‚Verrückt? Na und!‘ mit, weil wir wissen, dass psychische Krisen und Erkrankungen häufig vorkommen und überwiegend in der Jugendzeit beginnen, sie immer noch tabuisiert sind und Betroffene oft zu spät Hilfe finden. Deshalb wollen wir Schülern und Lehrern Wege zeigen, wie sie gemeinsam psychische Gesundheit stärken und Krisen meistern können, damit alle gut ihren Schul- und Ausbildungsabschluss schaffen.“  
„Verrückt? Na und!“ ist ein Präventionsprogramm von Irrsinnig Menschlich e.V. in Zusammenarbeit mit der BARMER und gesundheitsziele.de sowie Modellprojekt für die Umsetzung der nationalen Gesundheitsziele „Gesund aufwachsen“ und „Depressive Erkrankungen verhindern“. Das Programm wird an über 80 Standorten in 12 Bundesländern angeboten, darüber hinaus in Österreich, Tschechien und der Slowakei. Schirmherr für die bundesweite Verbreitung ist Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

Ansprechen statt Ignorieren
So funktioniert „Verrückt? Na und!“: Ein Team bestehend aus einem Fachexperten wie Psychologen oder Sozialarbeiter und einem Menschen, der seelische Krisen gemeistert hat, besucht Schulklassen, um sich mit ihnen und ihren Lehrern offen über die großen und kleinen Fragen zur psychischen Gesundheit auszutauschen. Typische Themen: Leistungsdruck, Mobbing, Trennung der Eltern, Krankheit in der Familie, Süchte, Zukunftssorgen. Der Höhepunkt des Schultags ist stets der Austausch mit den persönlichen Experten. Die Schüler erfahren von Betroffenen, wie sich eine Depression anfühlt oder eine Psychose, wo es Hilfe gibt und was sie selbst, Freunde, Eltern und Lehrer tun können. Die starke Wirkung des Schultags entsteht insbesondere durch die Begegnung mit Menschen, die psychische  Krisen gemeistert haben.
Von 9-16 Uhr beschäftigten sich am 09.10.2017 ca. 60 mitwirkende Akteure aus ganz NRW unter der Leitung von Brigitte Schönheit, Landeskoordinatorin NRW, mit zukunftsweisenden Fragestellungen und Lösungsstrategien, die eine Ausweitung des Präventionsprogramms in Land und Bund befördern können.
Dabei ging es u.a. um den Umgang mit herausforderndem Schülerverhalten, Empowermentstrategien für Menschen mit Krisenerfahrungen, Personal- und Schulakquise, Neue Konzeptentwicklungen / Formate und mögliche Bündnispartner.
Mit dabei war auch Cora Spahn, Programmmanagement Deutschland, Irrsinnig Menschlich e.V., Heiner Beckmann, Landesgeschäftsführer Barmer und Birte Schwarz, Vertragsreferentin der Barmer-Landesvertretung.
Veranstaltungsmotto: „NRW, eine Landschaft mit Zukunft – Wege entstehen, in dem wir sie gehen!“