Inklusion in Theorie und Praxis

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Über 100 Teilnehmende kamen zum Fachtag von Diakonie und Caritas in den Altenhof
Wie kann das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung offener gestaltet werden? Dieser Frage gingen über 100 Teilnehmer/-innen beim Fachtag Inklusion nach, den Diakonisches Werk und Caritas-Sozialdienste e.V. Mitte April gemeinsam veranstalteten. Im Altenhof, dem Haus der Evangelischen Kirche, hörten die Anwesenden Fachvorträge und diskutierten in kleinen Gruppen darüber, wie Inklusion in der Praxis ausgestaltet werden kann und muss. Nach mehr als drei Stunden lebendiger Auseinandersetzung unter dem Titel „Theorie trifft Praxis“ zog Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann, Rektorin der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe und Hauptrednerin des Tages, ein ermutigendes Fazit, das zugleich als Auftrag zu verstehen ist: Zwar sei der Weg zu einer wahrhaft inklusiven Gesellschaft noch weit, doch „wir haben innerhalb kurzer Zeit schon viel erreicht“.
 
Es war das zweite Mal, dass sich Diakonie und Caritas mit Inklusion beschäftigt haben: Im Sommer 2016 luden die Mülheimer Wohlfahrtsverbände gemeinsam zu einem Inklusionsfest auf den Kirchenhügel. Nach diesem lockeren Auftakt ging es diesmal um die inhaltliche Beschäftigung mit dem Thema. Für Hartwig Kistner, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes im Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr, ist das ein Zeichen, dass die Kooperationspartner auf Nachhaltigkeit setzen und aktiv daran mitwirken wollen, dass „das 100-Jahre-Projekt Inklusion“ im Sinne der Menschen gelingt: „Wir haben uns aufgemacht, für Inklusion einzutreten“, betont Hartwig Kistner und: „Wir haben die Hoffnung, dass es ein gesellschaftliches Thema ist, das in Mülheim auf Resonanz trifft.“
 
Diese Hoffnung hat sich beim Fachtag Inklusion erfüllt. Mehr als 100 Menschen – Fachleute, Betroffene, Praktiker, Politiker und Interessierte – nutzten die Gelegenheit, sich mit Inklusion zu beschäftigen und damit mit einem Thema, das wie Stadtdechant Michael Janßen in seiner Begrüßung hervorhob, ein ur-christliches ist: „Als Christen dürfen und können wir es nicht zu lassen, wenn Menschen ausgegrenzt werden. Wir müssen die Stimme sein für Menschen, deren Würde mit Füße getreten wird.“
 
Im Altenhof konnten bei dem Tag, der von Pfarrerin Barbara Montag als Leiterin der Stabsstelle Theologie und Grundsatzfragen der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) moderiert wurde, viele Stimmen zum Thema gehört werden: Den Anfang machte Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann mit einem Impulsreferat, das Grundlegendes zur UN-Behindertenrechtskonvention erläuterte. Denn der Rektorin der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, die sich in Forschung und Lehre schwerpunktmäßig mit wissenschaftsethischen Fragen beschäftigt, war es wichtig zu betonen, dass „es ein verbindliches Dokument gibt, das die Bundesregierung und auch die Länder verabschiedet haben“. (Näheres siehe Interview)
 
Im World Café kamen die Teilnehmenden des Fachtags dann ins Gespräch: An sieben ThemenTischen standen Fachleute bereit, die die Diskussionen moderierten, deren Ergebnisse festhielten und anschließend bei einem Podiumsgespräch vorstellten. Über Inklusion in der „Kita“ konnten Interessierte mit Irmgard Handt von der Abteilung für Soziales und Beratung der Caritas Oberhausen sprechen. Beatrix Reißland-Degen, Erzieherin in einer Offenen Ganztagsgrundschule der Diakonie Mülheim, lud zum Austausch über die schulische Inklusion ein und Anna Schewerda vom Mülheimer Sozialamt sprach über „Teilhabe im Alter“. „Familien“ standen am Tisch von Reinhild Mersch im
Mittelpunkt, denn, so die Fachfrau der Caritas für das Bistum Essen, „es ist ein riesen Thema, dass behinderte Kinder gut in ihrer Familien leben können. Aber es gibt noch viel Entwicklungspotenzial, um das positiv zu gestalten.“ Viel Gestaltungsspielraum gibt es auch beim Themenfeld „Arbeit, Ausbildung, Beschäftigung“, wie Judith Seibert, Teamleiterin für Rehabilitation und schwerbehinderte Menschen bei der Arbeitsagentur Oberhausen, einräumte: „Es wird noch Jahrzehnte dauern, bis das Kostenrecht so zusammengefasst ist, dass alles aus einer Hand kommt und alle dieselben Rechte haben.“ Rund ums Wohnen kamen Interessierte am Tisch von Frank Esser ins Gespräch, Geschäftsführer der Mülheimer Wohnungsbaugenossenschaft. Abgerundet wurde das Angebot durch den Bereich „Freizeit, Sport und Kultur“, den Alfred Beyer als Vorsitzender der Mülheimer Arbeitsgemeinschaft der in der Behindertenarbeit tätigen Vereinigungen (AGB) und Gründungsmitglied der Vereins für Bewegungsförderung und Gesundheitssport (VBGS) betreute.
 
Den Abschluss des Fachtags gestaltete Kabarettist Rainer Schmidt – und verstand es dabei, seine Zuhörer/-innen zugleich zum Lachen und ins Grübeln zu bringen. „Wann ist man behindert?“, wollte der evangelische Pfarrer und Sportler, der als Tischtennisspieler bei den Paraplymischen Spielen Gold- uns Silbermedaillen gewonnen hat, da wissen und hatte die Antwort gleich parat: „Wenn man etwas nicht kann, klar.“ Aber was ist dieses Etwas? Ein Handstand? Sind alle Nicht-Klavierspieler behindert? Einen neuen Blickwinkel auf Behinderungen, auf „Betroffene“ und Betroffenheit ermöglichte Rainer Schmidt durch seine persönliche Sichtweise, wurde er doch ohne Unterarme und mit einem verkürzten rechten Oberschenkel geboren. „Ich bin Experte in eigener Sache“, sagt er. Sein Vortrag war mitreißend und berührend zugleich und hat viel Spaß gemacht.
 
Wer sich für mehr von Rainer Schmidt interessiert: Viele seiner öffentlichen Auftritte sind bei YouTube ganz legal einzusehen. Außerdem wird er in einigen Monaten wieder LIVE in Mülheim zu sehen sein. In Styrum bei der Lukas-Kirchengemeinde mit dem Programm: „Däumchen drehen“ am Dienstag, 30. Oktober 2018, um 19.30 Uhr an der Kaiser-Wilhelm-Straße 21a. Der Eintritt beträgt 10 Euro. Gemeindekontakt: Pfarrer Michael Manz; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Foto: Annika Lante




Theorie trifft Praxis beim Fachtag Inklusion

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Wie kann das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung offener gestaltet werden? Diese Frage steht im Zentrum des Fachtags Inklusion, zu dem Caritas und Diakonie gemeinsam einladen. Am Mittwoch, 18. April, können Betroffene, Experten, Politiker und alle Interessierten unter dem Titel „Theorie trifft Praxis“ gemeinsam nach Antworten suchen und zu verschiedenen Aspekten ins Gespräch kommen. Dazu gibt es Denkanstöße und wissenschaftliche Hintergrundinformationen von Fachleuten. So wird Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann, Rektorin der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, als Referentin zu Gast sein. Der Fachtag Inklusion findet von 14.30 bis 18.30 Uhr im barrierefrei erreichbaren Altenhof, Althofstraße 9, statt. Um Anmeldung bis 11. April wird gebeten.

Es ist das zweite Mal, dass sich die Caritas-Sozialdienste e.V. und das Diakonische Werk im Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr mit Inklusion beschäftigen. Den Anfang machte im Sommer 2016 ein gemeinsam organisiertes Inklusions-Fest auf dem Kirchenhügel. Nun soll das Thema unter praktischen und wissenschaftlichen Aspekten beleuchtet werden, wobei der Titel des Fachtags – „Theorie trifft Praxis“ – Programm ist. So steht der Austausch im Mittelpunkt und Menschen mit Einschränkungen sollen ebenso zu Wort kommen wie Menschen ohne.

Den Auftakt des Fachtages Inklusion gestaltet Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann mit einem Impulsreferat. Die Rektorin der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe hat Biologie (Hauptfach Humangenetik) und Philosophie studiert. Wissenschaftsethische Fragen haben sie von Beginn an beschäftigt und bilden bis heute einen Schwerpunkt ihrer Forschung und Lehre. Weitere sind „Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit mit Blick auf benachteiligte Menschen“. Zudem ist Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann seit 2004 Mitglied der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer. Seit 2009 gehört sie der Gendiagnostikkommission der Bundesregierung und seit April 2016 dem Deutschen Ethikrat an.

Nach ihrem einführenden Vortrag steht der persönliche Austausch im Mittelpunkt: Die Teilnehmenden können dabei zwischen verschiedenen Themen wählen und diese dann in Kleingruppen besprechen. Die Ergebnisse dessen finden auch Eingang finden in die folgende Podiumsdiskussion, an der Praktiker, Politiker und Fachleute teilnehmen. Moderiert werden der Fachtag und diese Expertenrunde von Barbara Montag.

Für den humorvollen Ausklang sorgt Rainer Schmidt. Der Kabarettist wird ein augenzwinkerndes Resümee des Tages ziehen und dabei auch Fragen stellen, die seinen eigenen Alltag bestimmen, etwa: „Wie gibt man jemandem die Hand, der keine hat?“ Rainer Schmidt wurde ohne Unterarme und mit einem verkürzten rechten Oberschenkel geboren und hat Taktiken entwickelt, Berührungsängste und Unsicherheiten bei seinem Gegenüber abzubauen – Humor ist eine davon. Zudem kann der evangelische Theologe eine erfolgreiche Karriere als Tischtennisspieler vorweisen. Unter anderem gewann er Gold- und Silbermedaillen bei Paralympischen Spielen.

Die Teilnahme am Fachtag Inklusion ist kostenfrei, jedoch ist eine vorherige Anmeldung bis Mittwoch, 11. April 2018, nötig. Bitte schicken Sie Ihre Teilnahmezusage per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Der Zugang an der Althofstraße 9 ist barrierefrei. Falls Sie individuelle Assistenz benötigen, bitten wir Sie, sich bei uns zu melden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter Tel. (0208) 3003 236.

Eiersuche im Klöttschen!

Ali Ei klein

















Die Ehrenamtlichen im Projekt Förderturm der Caritas Mülheim haben großes Interesse an den unterschiedlichen Kulturen dieser Welt. Am 27.03.2018 haben Geflüchtete und ehrenamtliche gemeinsam in gemütlicher Runde Eier gefärbt und über das bevorstehende Osterfest gesprochen. Die Tradition des Eierfärbens, sowie die Ostergeschichte wurde auf diesem Weg den Teilnehmern nähergebracht. Im Fokus stand, wie immer, das Miteinander und der Spaß an dieser gemeinsamen, christlichen Aktion.
Wenn Sie mehr Informationen, spenden oder ehrenamtlich helfen möchten, finden Sie hier detaillierte Informationen.


Caritas-Sozialdienste e.V.
Fachdienst Kinder-, Jugend- und Familienhilfe

Katja Arens
Hingbergstraße 176
45470 Mülheim an der Ruhr
Tel.: 0208/3000820
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Kontakt- und Beratungsstelle hat jetzt wieder alle Tassen im Schrank!

Spende Hahn 032018

















Der zentrale Treffpunkt der Caritas - Sozialdienste e.V. und der Mülheimer Kontakte e.V. war in die Jahre gekommen, ja es waren u.a. nicht mehr viele Tassen im Schrank. Dank einer großzügigen Spende der Bürgerstiftung,  übergeben von dem Zustifter  Herrn Hahn, konnten neues Geschirr, Tischwäsche, ansprechende Lampen, Pflanzen  und Gardinen angeschafft werden. Die KoBs ist dadurch noch heller, freundlicher und einladender geworden. Die BesucherInnen und Mitarbeiterinnen  freuen sich sehr und sagen  ein herzliches Dankeschön!  Seit über 25 Jahren ist die Kontakt und Beratungsstelle in der Althofstraße 8 eine Anlaufstelle mit zahlreichen, (niederschwelligen) Angeboten für psychisch erkrankte Menschen, Betroffene und Angehörige. Nach 10 Jahren im kath. Stadthaus waren nun doch einige Neuanschaffungen nötig.

(Auf dem Bild: BesucherInnen und Mitarbeiterin der Kontakt-und Beratungsstelle mit dem Überbringer der Spende Herrn Hahn,4.v.rechts)

FamilienStart sucht ehrenamtliche Paten und Patinnen

FamilienstartEhrenamt


















Zahl der Anfragen von Familien steigen

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen, dass es in den letzten Jahren erfreulicherweise
zu einem signifikanten Anstieg der Geburtenrate gekommen ist. Auch beim Caritas-Angebot
FamilienStart nimmt die Anzahl von Anfragen von Hilfesuchenden zu. Bei FamilienStart werden
Familien von ehrenamtlichen Paten und Patinnen begleitet, in die ein Baby hineingeboren wurde und
die in dieser Phase einen Unterstützungsbedarf haben.

Eine typische Anfrage ist wie diese hier: eine junge Frau, schwanger, auf sich gestellt, ohne Partner,
fehlende Unterstützung im familiären Umfeld wendet sich in ihrer Not an die Koordinatorin von
FamilienStart Frau Genau. Die junge Frau hat schon vieles selbst gemeistert: sie hat sich trotz widriger
Umstände für das Baby entschieden. Sie hat eine eigene Wohnung gesucht und bezogen. Sie hat
Kontakt zu Beratungsstellen aufgenommen, um sich erforderlichen Rat zu holen. Bald ist es soweit
mit der Geburt ihres Kindes. Und nun braucht sie in dieser Situation jemanden, der sie ehrenamtlich
begleitet.

Da unsere ehrenamtlichen Patinnen zurzeit alle ausgelastet sind, suchen wir weitere Unterstützung von
Menschen, die sich vorstellen können, junge Familien in ihrer Lebenssituation zu begleiten. In der
Regel sind die ehrenamtlichen Paten und Patinnen ein bis zwei Mal die Woche in der Familie im Einsatz.
Das Engagement in einer Familie ist auf ein Jahr angelegt. Sie erhalten vor ihrem Tätigwerden eine
Einführung in die Arbeit sowie eine intensive Begleitung durch die hauptamtliche Mitarbeiterin Frau Anne
Genau. Da auch Gruppenangebote für Familien mit Fluchterfahrung stattfinden sollen, ist auch in diesem
Feld ein ehrenamtliches Engagement möglich.

Wenn Sie mehr Informationen erhalten, spenden oder ehrenamtlich helfen möchten, finden Sie detaillierte
Informationen unter FamilienStart oder persönlich bei

Caritas-Sozialdienste e.V.
Fachdienst Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
FamilienStart
Anne Genau (Projektkoordination)
Hingbergstraße 176
45470 Mülheim an der Ruhr

0208/30008-0
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!



Caritas-Angebot in der Dümptener Flüchtlingsunterkunft

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Jeden Mittwochnachmittag wird die Kinderstube zum Müttertreff. Einmal in der Woche laden
Caritas und Diakonisches Werk gemeinsam Frauen, die in der Dümptener
Flüchtlingsunterkunft leben und deren Kinder in der dortigen Kinderstube der Mülheimer
Diakonie betreut werden, zu einem informativ-geselligen Nachmittag rund um das Thema
„Gesundheit“ ein. Heilpraktikerin Barbara Sund informiert dann im Auftrag der Caritas zu
wechselnden Themen und steht als Gesprächspartnerin bereit. Seit drei Monaten läuft das
vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) finanzierte Kooperationsprojekt und die
Verantwortlichen können eine positive Zwischenbilanz ziehen.

Kulturelle Unterschiede überbrücken, geflüchtete Frauen mit einem ihnen unbekannten
Gesundheitssystem vertraut machen und ihnen allgemein Tipps in Sachen „Gesundheit“
geben, wollten die Mitarbeiterinnen der Schwangerenberatung der Mülheimer
Caritas-Sozialdienste e.V. und beantragten daher Fördermittel beim LVR. Die bewilligte
Zusatzförderung ermöglichte es, zwei Kurse einzurichten, berichtet Anne Genau, die bei
der Caritas Koordinatorin für das Ehrenamt ist: „Eine haben wir Caritas-intern organisiert;
dabei bereitet eine Hebamme Schwangere auf die Geburt in Deutschland vor. Doch für die
zweite wollten wir gerne auf bestehende Strukturen zurückgreifen. Da ich die Kinderstube
kannte, habe ich Kontakt zur Diakonie gesucht.“

Dort traf sie auf offene Türen, berichtet Gabriele Becker-Albrecht, die das Projekt für das
Diakonische Werk koordiniert: „In unseren Kinderstuben betreuen wir je neun Kinder von
Geflüchteten im Alter von einem Jahr bis drei Jahren. Zum Konzept gehören dabei spezielle
Bildungsangebote für die Eltern, die regelmäßig stattfinden sollen. Deshalb waren wir vom
Vorschlag, ein gemeinsames Angebot zu schaffen, gleich begeistert.“ Die Caritas stellt also
die Fachkraft, die Diakonie die Räume und den Kontakt zur Zielgruppe. Zudem ist das Team
der Kinderstube vor Ort, gestaltet den Nachmittag mit und betreut Kinder der Teilnehmerinnen.

Um die fünf Frauen kommen an jedem Mittwochnachmittag, nehmen um einen Tisch Platz und
hören Heilpraktikerin Barbara Sund zu. Keine frontale Infoveranstaltung soll es sein, sondern
„eine lockere Runde“, in der die Frauen lebenspraktische Tipps rund um „Alltagsthemen“
erhalten. Erkältungskrankheiten ist so eins. „Mir war es wichtig zu vermitteln, dass man nicht
immer gleich zu Antibiotika greifen muss“, sagt Barbara Sund. Also hat sie nicht nur eine
Rotlichtlampe mitgebracht, sondern auch Zutaten für Quarkwickel, die gleich ausprobiert
wurden. Auf die Praxis und das Miteinander legt Barbara Sund Wert und dass die Frauen
etwas für den Alltag mitnehmen. Ein anderes Thema, das auf großes Interesse stieß, waren
Impfungen – sind da die Unterschiede im Vergleich zu den Heimatländern doch oft groß. „Ich
habe allgemein vorgestellt, welche Impfungen es gibt und wie in Deutschland geimpft wird.“
Und dann prasselten Fragen auf Barbara Sund ein, denn: „Viele der Frauen haben
Hemmungen, Ärzte etwas zu fragen.“

Bei Barbara Sund hingegen haben die Mütter ihre Hemmungen abgebaut. Das bestätigt
Zeynep Kahveci, die als Tagespflegeperson in der Kinderstube der Diakonie arbeitet und stets
bei den Gruppentreffen dabei ist: „Ich merke, dass die Frauen Barbara Sund inzwischen sehr
vertrauen und ihren Rat annehmen.“ So war etwa der Schlafrhythmus von Kindern Thema in
der Gruppe – und einige Frauen haben daraufhin feste Schlafenszeiten für ihre Kinder
eingeführt. Doch vor allem zeigt sich das Vertrauen darin, dass die Teilnehmerinnen jetzt auch
selbst Themenvorschläge machen – und dabei durchaus Intimes besprechen möchten. So hat
Barbara Sund auf Wunsch der Gruppe über Verhütung aufgeklärt.

Informationen zu gesunder Ernährung und zu Zahngesundheit bereitet Barbara Sund derzeit
auf. Dazu gehört auch, dass sie selbst Infobroschüren mit wichtigen Fakten erstellt, die die
Teilnehmerinnen mitnehmen können. Für Anne Genau von der Caritas ist eben dieses
Engagement Teil des Erfolgs: „Das Team trägt das Angebot, ohne die Damen würde es nicht
klappen.“ So werden auch kulturelle Unterschiede überbückt; es sind Freundschaften über
Nationen hinweg entstanden, wie Zeynep Kahveci erzählt: „Für die Frauen ist das ein Termin,
an dem sie unter sich sind und sie etwas für sich selber tun können.“ Eben das war das Ziel
des Angebots, auch wenn es offiziell den Titel „Eltern-Info-Treff“ trägt. „Wir merken in unserer
täglichen Arbeit immer wieder, dass wir die Mütter gezielt ansprechen müssen“, sagt Gabriele
Becker-Albrecht von der Diakonie. „Sonst kommen die Frauen nicht raus, sitzen nur zu Hause.
Auch deshalb sind wir froh, dass es uns gelungen ist, etwas für Frauen zu installieren.“

Das Projekt ist bis Ende Februar 2018 gesichert; jedoch hoffen die Verantwortlichen, es über
dieses Datum hinaus fortführen zu können.






Not sehen und Handeln

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7 Ehrenamtliche der Caritas wurden für ihr langjähriges soziales Engagement in den
Gemeinden St. Mariae Himmelfahrt und St. Engelbert geehrt. Im Rahmen des
Dekanatstages der Caritas-Konferenz wurde das Elisabethkreuz für 25 bis 40 Jahre
ehrenamtliche Tätigkeit überreicht.

Diese sieben Frauen nehmen seit Jahrzehnten die Not in der Nachbarschaft wahr
und handeln auf vielfältige Weise, um diese zu lindern. Das Engagement reicht vom
Einsatz bei den Haussammlungen, über Einrichten von Mittagstischen, Mitwirken in
Kleiderkammern und so manches mehr.

Das Elisabethkreuz für 25 Jahre Engagement erhielt:
Margret Scheuer

Das Elisabethkreuz für 30 Jahre Engagement erhielten:
Trudi Adler, Waltraud Kubin, Elisabeth Lohmann

Das Elisabethkreuz für 40 Jahre Engagement erhielten:
Marlies Herbst, Ingeborg Berster, Maria Nolte




Foto im Anhang: Monika Schick-Jöres

Auf dem Foto sind zu sehen von links nach rechts:
Ingeborg Berster, Marlies Herbst, Elisabeth Lohmann, Maria Nolte, Waltraud Kubin Margret Scheuer (fehlt Trudi Adler)



14. Caritas-Benefizkonzert in Mülheim an der Ruhr

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Benefizkonzert am 28.01.2018

„The HeiSingers“ sind seit 1999 musikalisch unterwegs. Der Gospelchor aus Essen-Heisingen
besteht zurzeit aus über 40 Sängerinnen und Sängern. Für die Qualität sorgt seit 2012
Chorleiterin Laura Totzke. So ist der Chor inzwischen auch über die Grenzen Essens bekannt.
„The HeiSingers“ legen großen Wert auf eine ausgewogene Mischung und stilistische Vielfalt.
Es finden sich Stücke von Traditional bis Modern Gospels und Spirituals, Ausflüge in die
Popmusik, aber auch afrikanische Songs. Gerne wird bei Mitmachsongs das Publikum einbezogen.

Wann:
Sonntag, 28. Januar 2018
Beginn: 17:00 Uhr

Wo:
Pfarrkirche St. Mariae Geburt
Althofstr. 5 (Kirchenhügel)

Eintrittskarten zum Preis von 15 € sind erhältlich:
    - in den Pfarrbüros der katholischen Pfarrgemeinden
    - in der katholischen Ladenkirche, Kohlenkamp 30
    - im Caritas-Zentrum St. Raphael, Hingbergstr. 176
    - an der Abendkasse vor Ort




Die Weihnachtspaketaktion „Freude schenken“ der Caritas ist gestartet

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Mit ihrer Paketaktion will die Caritas Menschen in unserer Stadt eine Weihnachtsfreude bereiten. Es werden noch Spender zum „Freude schenken“ gesucht.

Während des ganzen Jahres kümmern sich 250 Mitarbeiter/-innen in den Einrichtungen und Diensten der Caritas um die Menschen. Sie begleiten und beraten in Momenten, wo Sorgen und Nöte das Leben belasten. Die Paketaktion soll bewirken, dass diese Menschen zu Weihnachten spüren, dass jemand an sie gedacht hat. Dazu wird die Hilfe vieler Spenderinnen und Spender“ benötigt.

Freude schenken mit der Caritas - Wie geht das?

Interessierte können im Sekretariat des Caritas-Zentrums am Hingberg 176 einen Wunschzettel auswählen und einen leeren Karton zum Befüllen mitnehmen.
Zusätzlich steht im Leserladen der Zeitungen, Eppinghofer Str. 1-3 der NRZ-Wunschbaum. Auch hier kann man bis zum 15. 12. einen Wunschzettel mitnehmen und so die Aktion der Caritas unterstützen.

Die fertigen Pakete können „Freude-Schenker“ bis zum 15. Dezember an den beiden Ausgabestellen auch wieder abgeben. Die Öffnungszeiten des Sekretariats im Caritas-Zentrum sind Montag – Donnerstag 8:00 – 16:00 Uhr, Freitag 8:00 – 14:00 Uhr.
Der Leserladen hat Montag - Freitag von 10:00 – 18:00 Uhr geöffnet und samstags von 10:00 – 14: Uhr.

Die Caritas verteilt die gepackten Pakete kurz vor dem Weihnachtsfest an Menschen in Not.

Beteiligen können sich auch Gruppen, Schulklassen, Kindergärten und Firmen in unserer Stadt.

Rückfragen zur Aktion beantwortet die Koordinatorin der Caritas: Monika Schick-Jöres, Tel.:30008 40 oder per Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Großzügige Spende für psychiatrische Tagesstätte

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Dank einer großzügigen Spende der Mülheimer Bürgerstiftung ist es der Tagesstätte nun möglich Cogpack, ein computergestütztes, neuropsychologisches Therapieprogramm anzubieten.
Das wissenschaftlich geprüfte Programm wird seit vielen Jahren in psychiatrischen, neurologischen und rehabilitativen Einrichtungen angewendet und beinhaltet viele Übungen verschiedenster Art. So  kann es unter anderem zum Training des Gedächtnisses, der Wahrnehmung oder auch der Aufmerksamkeit eingesetzt werden. Die Übungsprogramme sind selbsterklärend und lassen sich auf jede Person individuell einstellen, so dass Lernerfolge messbar sind. Durch die weitgefächerten Inhalte, unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, Lerndemos und teilweise spielerische Einstiege fällt es leicht, die Motivation aufrecht zu erhalten und Leistungssteigerungen zu erzielen.
Wir freuen uns, durch diese Anschaffung unsere neuen Computerarbeitsplätze noch effektiver einsetzen zu können.